Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet- und Computerkriminalität (ZIT)

Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) ist eine Sondereinheit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Mit ihr nimmt Hessen eine Vorreiterrolle bei der Bekämpfung der Internetkriminalität in Deutschland ein.

Entsprechend ihrer Konzeption dient sie den örtlich zuständigen Staatsanwaltschaften und der Polizei als kompetenter Ansprechpartner in allen Fällen der Computer- und Internetkriminalität.
In Einzelfällen kann die ZIT als Task-Force Verfahren mit Internetbezug aus allen Bereichen des Strafrechts mit besonders hohen Anforderungen an die technische Beweisführung übernehmen und damit die Staatsanwaltschaften in komplexen Verfahren entlasten.

Aus- und Fortbildung der Dezernentinnen und Dezernenten der örtlichen Staatsanwaltschaften ist ein weiterer wesentlicher Aufgabenbereich der Zentralstelle.

Bei der ZIT sind derzeit zwei Stellen für Oberstaatsanwälte vorgesehen. Darüber hinaus sind aktuell drei weitere Vollzeitstellen im Wege zeitlich befristeter Abordnungen von Staatsanwältinnen und Staatsanwälten von den örtlichen Staatsanwaltschaften an die ZIT besetzt. Die Zentralstelle wird durch ein Sekretariat mit gegenwärtig drei Bediensteten unterstützt.

Die Schaffung der ZIT korrespondiert mit der Einrichtung entsprechender Fachkommissariate bei der Polizei und optimiert dadurch die Zusammenarbeit der mit der Strafverfolgung befassten Behörden. Zudem ist die ZIT unmittelbarer Ansprechpartner für das Bundeskriminalamt und das Hessische Landeskriminalamt im Zusammenhang mit anlassunabhängigen Recherchen in Datennetzen, bei der Ermittlung unbekannter Opfer von über Internet verbreiteter Kinderpornographie sowie bei Verfahren größeren Umfangs wegen Internet- und Computerkriminalität.