Hinweis / Zeugenaufruf

Durchsuchungen wegen möglicher Abschalteinrichtungen bei Mitsubishi 1,6l- und 2,2l-Dieselmotoren

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main als Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen ermittelt wegen des Verdachts des Betruges gegen verantwortliche Personen eines internationalen Automobilkonzerns, einer Tochtergesellschaft eines internationalen Autohandelskonzerns und von zwei internationalen Automobilzuliefererkonzernen. Gegenstand der Ermittlungen sind Fahrzeuge der Marke „Mitsubishi“ mit 1,6l- und 2,2l- 4-Zylinder Dieselmotoren der Abgasnormen EURO 5 und EURO 6. Es besteht der Verdacht, dass die Motoren mit einer sogenannten Abschalteinrichtung versehen sind, die dafür sorgt, dass die zulässigen Grenzwerte für Stickoxyde zwar auf dem Prüfstand, nicht jedoch im Realbetrieb eingehalten werden. Die Verwendung derartiger Abschalteinrichtungen ist nach Art. 5 Abs. 2 der VO (EG) 715/2007 untersagt. Fahrzeuge mit einer derartigen Abschalteinrichtung sind nicht genehmigungsfähig, weswegen Kunden Fahrverbote oder Stilllegungen drohen.

Aktuell durchsuchen Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main, aller hessischen Polizeipräsidien, der Landeskriminalämter Hessen, Bayern und Niedersachsen sowie der Kriminalpolizei Heinsberg, des Polizeipräsidiums Aachen und der Kriminalpolizei Erding zehn Gewerbeobjekte in Frankfurt am Main, im Main-Taunus-Kreis, im Wetteraukreis, im Landkreis Darmstadt-Dieburg, in Hannover, in Regensburg, im Kreis Freising und im Kreis Heinsberg, um Beweismittel insbesondere hinsichtlich der Abschalteinrichtung, der Bewerbung und der Verantwortlichkeit zu gewinnen. Die Dauer der Durchsuchungsmaßnahmen ist aktuell nicht absehbar.

Hinweis / Zeugenaufruf:

Personen, die Neuwagen der betreffenden Modelle seit 2014 erworben haben, werden gebeten, sich als Zeugen bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle zu melden. Alle dazu nötigen Informationen und Formulare können unter www.polizei.hessen.de/aktuelles/dieselabgasverfahren abgerufen werden.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecherin: Frau Nadja Niesen
Oberstaatsanwältin
Telefon: 069 1367-8450
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